Was bedeutet Wasserhaushalt im Boden?

Der Wasserhaushalt beschreibt, wie ein Boden Wasser aufnehmen, speichern, verteilen und wieder abgeben kann. Er gehört zu den wichtigsten Eigenschaften eines funktionierenden Gartenbodens.

Pflanzen benötigen Wasser nicht nur unmittelbar nach Regen oder Bewässerung, sondern auch über längere Zeiträume hinweg. Ein gesunder Wasserhaushalt sorgt dafür, dass ausreichend Feuchtigkeit verfügbar bleibt, ohne dass Staunässe entsteht.

Wie gut ein Boden Wasser speichern kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Bodenart, die Bodenstruktur, der Humusgehalt und die biologische Aktivität im Boden.

Ist der Wasserhaushalt gestört, entstehen häufig Probleme. In sandigen Böden versickert Wasser oft zu schnell, während tonige Böden Wasser lange festhalten und dadurch zu Staunässe neigen können.

Ein ausgeglichener Wasserhaushalt trägt dazu bei:

  • Pflanzen gleichmäßig mit Wasser zu versorgen
  • Trockenstress zu vermeiden
  • Staunässe vorzubeugen
  • das Bodenleben zu fördern
  • die Nährstoffverfügbarkeit zu verbessern

Der Wasserhaushalt steht deshalb in engem Zusammenhang mit nahezu allen wichtigen Bodenfunktionen und ist ein zentraler Faktor für gesundes Pflanzenwachstum.