Was versteht man unter Bodenleben?
Der Begriff Bodenleben umfasst alle Organismen, die im Boden leben und dort wichtige Aufgaben übernehmen. Dazu gehören Bakterien, Pilze, Regenwürmer, Milben, Springschwänze sowie viele weitere Mikro- und Makroorganismen.
Obwohl ein Großteil dieser Lebewesen mit bloßem Auge nicht sichtbar ist, bilden sie die Grundlage für zahlreiche natürliche Prozesse im Boden. Sie zersetzen organische Materialien, fördern die Humusbildung und helfen dabei, Nährstoffe für Pflanzen verfügbar zu machen.
Besonders Regenwürmer tragen zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Durch ihre Bewegungen entstehen zusätzliche Poren, die den Wasser- und Luftaustausch fördern. Mikroorganismen unterstützen wiederum die Umwandlung organischer Substanz in wertvolle Humusbestandteile.
Ein aktives Bodenleben gilt als Zeichen für einen gesunden und fruchtbaren Boden. Fehlt diese biologische Aktivität, kann der Boden an Struktur, Fruchtbarkeit und Widerstandskraft verlieren.
Die Förderung des Bodenlebens gehört deshalb zu den wichtigsten Maßnahmen einer nachhaltigen Bodenpflege.