Was versteht man unter Bodenaktivität?
Die Bodenaktivität beschreibt alle biologischen und chemischen Prozesse, die kontinuierlich im Boden stattfinden. Sie ist ein wichtiger Indikator dafür, wie lebendig und funktionsfähig ein Boden ist.
Zu diesen Prozessen gehören unter anderem die Zersetzung organischer Materialien, die Humusbildung, die Umwandlung von Nährstoffen sowie die Aktivitäten von Mikroorganismen, Pilzen, Regenwürmern und anderen Bodenlebewesen.
Ein Boden mit hoher Bodenaktivität arbeitet gewissermaßen ständig im Hintergrund. Organische Substanz wird abgebaut, Nährstoffe werden für Pflanzen verfügbar gemacht und die Bodenstruktur wird verbessert.
Eine hohe Bodenaktivität fördert:
- die Humusbildung
- die Nährstoffverfügbarkeit
- das Bodenleben
- die Bodenstruktur
- das Wurzelwachstum
Geringe Bodenaktivität findet man häufig in stark verdichteten, ausgelaugten oder biologisch verarmten Böden. Diese wirken oft hart, leblos und reagieren empfindlicher auf Trockenheit oder Belastungen.
Ein aktiver Boden gilt daher als wichtige Voraussetzung für langfristig gesundes Pflanzenwachstum.